Der Dachsteinwein

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Chardonnay Schlingelberg 2017

Im Jahr 2017 beschlossen wir in Zusammenarbeit mit der Dachstein-Seilbahn ein Projekt zu starten: Wein im Eispalast reifen zu lassen. Weltweit ist es der erste Wein, der in dieser Höhe und unter diesen Umständen reift.

Der Schlingelberg mit seinen alten Reben im Mai 2019

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Die Lage

Der "Schlingelberg", wie wir unsere Hauslage nennen, befindet sich rund um unseren Hof. Hier wachsen unsere ältesten Reben, die teilweise sogar schon 40 Jahre und mehr auf dem Kerbholz haben. Neben dem roten Lehmboden mischen sich stellenweise auch Sand und Opok ins Bodenprofil, was die Unterlage zu einer nahezu perfekten Komposition machen. Lehm ist allgemein ein gern gesehener Untergrund für Morillon, wie man den Chardonnay in der Steiermark bezeichnet. Sein hohes Wasserspeichervermögen in Kombination mit dem auflockernden Sand und der Wärme- und Wasserspeicherfähigkeit des Opok ermöglichen eine lockerbeerige Traube mit kleinen goldgelben Beeren, die einen fein strukturierten und fruchtigen Wein hervorbringen.

Der Wein

Die handverlesenen Trauben werden gepresst, spontan vergoren und nach dem Abziehen im Holzfass in den Eispalast am Dachstein gebracht wo er für ein Jahr bei konstanten 0° Celsius ruht und sich langsam entwickeln und zu Vollendung reifen kann. Durch die konstante Temperaturverhältnisse, die im Eispalast auf 2.700 m herrschen, halten die Feinhefe in Schwebe und ermöglichen so eine langsame Entwicklung des Weins die ihm eine feingliedrige Struktur und Tiefgang verleiht. 2017 war für uns ein TOP-Weinjahr: wir hatten einen warmen Sommer der vollreife Trauben hervor brachte und die kurzen Regenschauer im Frühherbst haben das Erntejahr zur Vollendung gebracht.
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Eine ganz besondere Flasche Wein

Neben einem speziellen Etikett, verpassen wir der Flasche auch noch einen weißen Wachsverschluss. Unsere Idee dahinter ist es, an die Schneebedeckten Gipfel des Dachsteins zu erinnern und daran, dass man manchmal erst einen hohen Berg erklimmen muss, um dann die Aussicht genießen zu können. So ist es auch beim Wein. Man muss zuerst einen langen Weg beschreiten, um schließlich ein vollendetes Endprodukt im Glas genießen zu können. Das gebrochene Wachs erinnert ein wenig an Eis, das man von Fenstern kratzt oder als Kind voller Freude von Dächern klopfte und am Etikett wird die Seilbahn in Ihrer Pracht abgebildet.
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Ein neues Fass ist bereits im Eispalast platziert, wo der neue Jahrgang seine Reifeprüfung nun antritt.

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